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Guten Abend, heute ist der 19. 08. 2019
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2014/2015 Freiwilligendienst in Israel

-Tobias Ochterbeck berichtet-

Liebe Gemeindeglieder,

drei Monate (seit September 2014) bin ich nun in Israel. Ich wohne in Ramat haSharon, im Norden Tel Avivs. Arbeiten tue ich im Kfar Ofarim, einem Wohnheim für Autisten, wobei »Autisten« hier eher eine Sammelbezeichnung für sämtliche geistige Behinderungen ist, bei denen nur eine Spur von Autismus enthalten ist. Im Kfar leben 72 Autisten, »Friends« genannt.

Um sieben Uhr beginnt die Weckschicht. Es gibt Friends, die sind schon fertig und angezogen, wenn ich ankomme. Andere muss man wecken und ihnen gut zusprechen, den Tag mit z.B. ihrem morgendlichen Stuhlgang zu beginnen, und wieder anderen muss man beim Duschen und Anziehen helfen. Auch wenn ich davor anfangs große Hemmungen hatte, habe ich mich daran sehr schnell gewöhnt.

Danach wird das Frühstück vorbereitet und serviert. Wir versuchen möglichst viele Aufgaben den Friends zu überlassen. Nahezu ein eigener »Full-Time-Job« ist es schon, einen Friend fast permanent zu beobachten, da er, sollte er ohne Aufsicht in die Küche kommen, jedes Mal eine riesige Sauerei anrichtet. Nach dem Frühstück bekommen die Friends ihre Medikamente, worauf sich einige in besorgniserregender Weise freuen. Dann sammle ich meine Gruppe von sieben Friends ein, die ich zusammen mit einem weiteren Volontär betreue.

Gemeinsam gehen wir in das 500 Meter entfernte »Grüne Dorf«, Kfar Yarok. Dort verbringen wir den Tag in einem kleinen Raum mit einer kleinen Veranda. Die Friends haben ihre eigenen Aufgaben wie Fegen, Müllwegbringen oder Blumengießen. Des Weiteren haben wir einen Tagesplan, an dem wir uns orientieren. Es gibt ganz einfache Beschäftigungstherapie, ein zweites Frühstück und einen Spaziergang zu den Kühen im Dorf.

Während die Friends mit Aufgaben beschäftigt sind oder »Pause« machen, versuche ich, der hebräischen Sprache mächtiger zu werden. Anfang November habe ich angefangen, mir das Gitarrespielen beizubringen, und so spiele und singe ich den Friends einfache Lagerfeuerlieder vor und freue mich, wenn ich merke, dass einige von ihnen darauf reagieren.

Später bringen wir die Friends im Kfar zurück in ihre Häuser. In »meinem« Haus fange ich an, das Mittagessen vorzubereiten. Manchmal verläuft die Schicht sehr entspannt und ohne Komplikationen. Manchmal kann es aber auch sehr anstrengend sein, was sehr stark von der Laune der Friends abhängt. Um 15.00 Uhr ist meine Schicht zu Ende. Die Friends habe ich echt lieb gewonnen.

Wenn ich morgens ins Kfar komme und mich der ein oder andere schon auf seine Art begrüßt, fühle ich mich jedes Mal ein bisschen wohler. Es gibt viele lustige Momente, ob nun ein Friend Kokosmilch irrtümlich für Cognac hält und mit seinem Becher total aufgedreht durch das Haus läuft, oder ob einer sich jedes Mal riesig freut, wenn er mich Bil’ad, Matthias, Diego oder Furia nennt. Ich würde gerne über fast alle Friends etwas genauer berichten und eine der zahlreichen Anekdoten erzählen, die ich hier Tag für Tag erlebe, doch das würde die Kapazität dieses Briefes sprengen.

Insgesamt kann ich sagen, dass meine Arbeit mir viel Spaß macht. Ich bin erstaunt und erfreut darüber, wie viel Verantwortung mir hier übertragen wird. Das wäre so in Deutschland nicht möglich. Ich bin sehr froh, all diese Erfahrung – auch außerhalb der Arbeit – machen zu dürfen, und möchte euch noch einmal ganz herzlich für eure Unterstützung in jeder Hinsicht danken!
Shalom, Euer Tobias Ochterbeck

offtoisrael.ochterbeck.net

2014/2015 Freiwilligendienst in Costa Rica


Dazu kommt, dass mir die Möglichkeit gegeben wird, hierbei Menschen vor Ort im direkten Kontakt zu unterstützen und ihnen zu helfen. In meiner Freizeit fotografiere und zeichne ich gern. Außerdem treibe ich viel Sport, und bis vor kurzem habe ich erfolgreich Kanu-Polo gespielt.

Seit meiner Geburt wohnen meine zwei Brüder und ich mit meinen Eltern in Essen, wo ich die Goetheschule besucht habe. Zeitweise habe ich auch ein College in England besucht.

Nachdem ich im Sommer 2014 mein Abitur gemacht habe, möchte ich meinen Freiwilligendienst in Costa Rica absolvieren. Ich kann es kaum erwarten, neue Erfahrungen zu sammeln und mich ungewohnten Herausforderungen zu stellen.
Dieser Freiwilligendienst wird neben anderen Workcamps in gemeinnützigen Projekten in Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas von den Kolping Jugendgemeinschaftsdiensten (JGD) angeboten. Die Kolping JGD sind eine Abteilung der gemeinnützigen GmbH Kolpingwerk Deutschland.

Ziel ist es, durch internationale und interkulturelle Jugendarbeit bei jungen Erwachsenen ein Bewusstsein für soziale und gesellschaftliche Probleme zu schaffen. Sie sollen zur Übernahme sozialer Verantwortung in der Gesellschaft angeregt werden, und ihr Verständnis für globale Zusammenhänge soll geweckt und gefördert werden.

Pauline Jerrentrup (Gemeindebrief 2014)

pauline-in-terraba.tumblr.com