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Guten Morgen, heute ist der 16. 06. 2019
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Ade Kleiderkammer!

Hosen, Anzüge, Blusen, sorgfältig gefaltete Hemden, Kleider und Röcke in verschiedenen Farben und Größen. Fein säuberlich gelagert und nach Jahreszeiten vorsortiert, warteten sie alle in einem nur ca. 20 Quadratmeter großen Raum im Keller unseres Gemeindehauses.

Dazu kamen Tischwäsche, Gardinen, Küchengeräte, Porzellan, Glas – kurz: Alles, was im Haushalt gebraucht wurde. Mindestens einmal im Monat wurden die eingegangenen Spenden ausgepackt, eingeräumt und manchmal auch sofort entsorgt. Eine schwere körperliche Arbeit für die insgesamt zwanzig ehrenamtlich tätigen Damen und Herren der Kleiderkammer. In Viererteams eingeteilt berieten sie sonntags alle 14 Tage engagiert und erfolgreich die bis zum letzten Tag zahlreichen, sowohl deutsche als auch ausländische Kunden und regulierten souverän deren Ansturm. Bis zu 45 Personen kamen an diesen Sonntagen in das kleine Kellerlokal.

Mit der letzten Garderobenausgabe am 20. Dezember 2018 ging nun eine rund 35 Jahre alte Erfolgsgeschichte zu Ende. Langjährige Gemeindemitglieder unter Ihnen können sich vielleicht noch daran erinnern, wie alles anfing. Flüchtlingsheim Ecke Mausegatt: Elisabeth Kaminski, ehemalige Presbyterin unserer Gemeinde, richtete mit Frau Kisser zusammen eine Kleiderkammer für die in Rellinghausen gestrandeten tamilischen Flüchtlingsfamilien ein. Deren Unterstützung gehörte zum Flüchtlingsbetreuungsprogramm der evangelischen und katholischen Gemeinden am Ort. Dann folgten libanesische Familien und später Flüchtlinge aus aller Herren Länder.

Und natürlich ging es nicht immer nur um eine neue Garderobe: Organisiert wurden sogar komplette Wohnungseinrichtungen. Die Neuankömmlinge bekamen eine „Rundumbetreuung“! Dazu gehörten selbstverständlich auch Besuche bei Behörden, Ärzten, den Anmeldungen in Kindergärten und Schulen.

Wer Zeit hatte half einfach wo er konnte – die Konfession der Helfer war völlig egal. Nachfolger des dann abgerissenen Hauses waren sowohl die Anlage an der Lerchenstraße oberhalb des Baldeneysees, bis auch diese abgerissen wurde. Und außerdem immer schon das Heim in der Sartoriusstraße.

Für Alle galt: Die Kleiderkammer im Gemeindehaus war von Anfang an immer die zentrale Anlaufstelle. Bis zum letzten Tag war Interesse und Andrang riesig. Die noch übrig gebliebene Garderobe bekommen nun die Diakonieläden oder Bethel. In gelebter Ökumene wurde hier über Jahrzehnte ehrenamtlich eine wichtige Gemeindearbeit geleistet.

Dafür möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei allen Beteiligten bedanken!

Ulrike Dach