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Guten Abend, heute ist der 10. 04. 2020
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„Ich bin bei euch alle Tage!“

© Rike / pixelio.de
© Rike / pixelio.de

Noch ist um uns herum viel Grau, doch nicht mehr lange, dann freuen wir uns am beginnenden Frühling und frischem Grün. In den kommenden Monaten ändern sich aber nicht nur die Jahreszeiten, für uns als Christinnen und Christen geben auch die Feste und Feiertage einen Rhythmus vor.


Beginnend mit dem Aschermittwoch nehmen wir in der Passionszeit unser Leben, besonders die misslingenden und schuldhaften Seiten in den  Blick. Gewohntes wird durch Verzicht durchbrochen und gleichzeitig scheinen neue Lebensmöglichkeiten auf. Das gilt auch für unseren Glauben. In der Passionszeit erfahren wir Gott als einen mitleidenden Gott. Leiden und Tod sind Teil unseres Lebens, aber wir bleiben selbst in dunklen Zeiten nicht ohne Gottes Begleitung, denn Gott ist uns so nah, dass kein Tod uns von ihm trennen kann.

Die Auferstehung Jesu, die wir Ostern feiern, ist dabei das größte Geschenk, das Gott uns macht. Wir gehören ganz und gar zu Gott – ewig.

Es ist ein weiter Lebensbogen, der von März bis Mai gespannt wird, durch den Tod zum Leben, von der Erde bis in den Himmel. Das feiern wir mit dem Fest Christi Himmelfahrt. Gott nimmt Jesus zu sich auf, in seinen Himmel, der auch einmal zu unserem Himmel werden soll. Doch bevor dieser Tag kommt, gilt es, unser Leben hier zu gestalten. Die Ermutigung dazu bekommen wir, wenn wir an Pfingsten Geburtstag feiern, Geburtstag unserer Kirche. Bei den Jüngern ein Erlebnis ungeahnter Aufbruchstimmung: Auch wenn Jesus nicht mehr leibhaftig bei ihnen war, spürten sie Gottes Geist und Gottes Kraft, sein Wirken und seine Gegenwart. Und mancher kann davon berichten, dass das bis in unsere Tage gilt. Gott wirkt unter uns, wirkt direkt in unser Leben hinein. Und wenn wir IHM folgen, wird die Welt verändert. Diese Ermutigung geben wir auch den Jugendlichen mit, die das Fest ihrer Konfirmation feiern.

Als Gemeinde leben wir davon, dass Veränderungen geschehen, das ist nicht immer leicht, wenn dazu Abschiede gehören. Sie schmerzen und machen gleichzeitig in besonderer Weise dankbar für gemeinsame Erlebnisse und gute Begegnungen. Und Veränderungen erschließen neue Gestaltungs- möglichkeiten, Zukunft öffnet sich ungeahnt, es liegt viel an uns, was wir daraus machen.


Die nächsten Monate sind also eine Zeit großer Ermutigung. Gehen wir unsere Wege in dem Vertrauen, dass Gott uns begleitet, in dem Versprechen, wie wir es am Ende des Matthäusevangeliums bekommen: „Jesus Christus spricht: Ich bin bei euch alle Tage!“

Uns allen eine gesegnete Zeit.
Ihr Pfarrer Markus Söffge